Kunsthalle Faust
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
Halle 50
Margarete Schütte-Lihotzky Str. 30
80807 München
Eine multimediale Begegnung zwischen Künstler*innen aus München und Hannover
Aus dem lateinischen „territorium“ im 16. Jahrhundert abgeleitet, stand der Begriff zunächst für „Stadtgebiet“. Auch im heutigen Sprachgebrauch umfasst Territorium einen räumlich nicht immer eindeutig begrenzten Bereich, auf den ein Besitz-, Macht- oder Hoheitsanspruch erhoben wird. Territorien bedeuten Grenzziehungen, Mauern, Zäune, Türen und Schlösser – innerhalb des Stadtraums und natürlich weit darüber hinaus. Territorien existieren physisch und psychisch. Es sind Begrenzungen individueller, sozialer, ökonomischer und/oder politischer Strukturen. Einerseits führen sie zu Ab- und Ausgrenzungen, andererseits bilden sie Schutzraum und Nische zur Bildung von Gruppierungen. Die beteiligten Künstler*innen aus Hannover und München spüren in dieser Ausstellung aktuellen Raum- und Grenzfragen vielschichtig und multimedial nach. In unseren Städten finden zunehmend enorme architektonische, soziale und stadtpolitische Veränderungsprozesse statt. Gesellschaftliche Umstrukturierungen und Wertewandel erfordern im positiven wie negativen Sinne eine Neudefinition des Stadtraums. Territorialer Anspruch ist auch individuelle Befindlichkeit des Denkens und somit veränderbar. Hier liegt der gestalterische Ansatz der eingeladenen und heimischen Künstler*innen, gewohnte Strukturen aufzubrechen und neue Sichtweisen zu formulieren. Dies bereits im Hinspiel vom 25.11.2017 bis 14.01.2018 in Hannover sowie im Rückspiel vom 26.01. bis 10.02.2019 in München.
Teilnehmende Künstler*innen
Eike Berg, Patricija Gilyte, Esther Glück, Eva Ruhland, Thomas Sterna, Stefanie Unruh, Felix Weinold (München), Max Elzholz, Kerstin Henschel, Ingo Lie, Mareike Poehling, Harro Schmidt, Alexander Steig (Hannover)
Mehr Informationen zur Kunsthalle und zur Ausstellung, Ausstellungsansichten:
www.kulturzentrum-faust.de/territorien
www.kunsthalle-hannover.de/territorien
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen
Dieses Projekt wurde gefördert durch:
